Lackiertechnik – von der Becherpistole bis zur Mehr-Komponenten-Anlage

Lackiertechnik gehört zu unseren Wurzeln. Wir verbinden langjährige Erfahrung mit Produkten von ARO, Sames und weiteren Herstellern – für Lösungen, die zu Ihrem Beschichtungsstoff, Werkstück und Prozess passen.

HVLP Lackierung

Handlackierung

Von der Becherpistole bis zur pumpengespeisten Lackierlösung: Wir stimmen Spritzpistole, Materialversorgung und Zubehör auf Ihren Beschichtungsstoff, das Werkstück und die gewünschte Oberflächenqualität ab.

Mehrkomponenten-Anlagen

Bei Mehrkomponenten-Beschichtungen kommt es auf das Zusammenspiel von Materialversorgung, Dosierung, Mischung und Applikation an. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und Abstimmung der passenden Komponenten für Ihren Prozess.

Lackierverfahren – Unterschiede und Auswahl

Beide Verfahren zerstäuben den Beschichtungsstoff mithilfe von Druckluft. Die konventionelle Druckluftlackierung bietet eine leistungsfähige, feine Zerstäubung und lässt sich durch passende Düsen und Luftkappen auf unterschiedliche Materialien abstimmen.

HVLP steht für „High Volume Low Pressure“. Das Verfahren arbeitet mit einem hohen Luftvolumen bei niedrigem Zerstäubungsdruck an der Luftkappe. Ziel ist, Spritznebel zu reduzieren und einen möglichst hohen Anteil des Materials auf das Werkstück zu übertragen.

Welche Ausführung passt, hängt unter anderem von Beschichtungsstoff, Viskosität, gewünschter Oberflächenqualität und verfügbarer Luftversorgung ab. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und Abstimmung.

Beim luftunterstützten Airless-Verfahren wird der Beschichtungsstoff unter Druck durch eine Materialdüse geführt und vorzerstäubt. Zusätzliche Luft unterstützt die Feinzerstäubung und die Formung des Spritzstrahls. Airmix® ist die entsprechende Technologie von Sames.

Das Verfahren verbindet eine leistungsfähige Materialförderung mit einer feinen Zerstäubung. Es kommt beispielsweise bei der Beschichtung von Holz- und Metallbauteilen zum Einsatz.

Für ein gleichmäßiges Ergebnis stimmen wir Materialdruck, Düse und unterstützende Luft auf den Beschichtungsstoff, die gewünschte Fördermenge und das Werkstück ab.

Beim Airless-Verfahren wird der Beschichtungsstoff unter hohem Materialdruck durch eine spezielle Düse zerstäubt. Zusätzliche Zerstäubungsluft ist dafür nicht erforderlich.

Das Verfahren eignet sich besonders für größere Flächen, hohe Materialdurchsätze und Anwendungen wie den Korrosionsschutz von Stahlkonstruktionen. Auch höher viskose Beschichtungsstoffe können mit einer passend ausgelegten Anlage verarbeitet werden.

Für ein gleichmäßiges Spritzbild müssen Pumpe, Düse, Materialdruck und Beschichtungsstoff zusammenpassen. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und berücksichtigen dabei auch die geforderte Schichtdicke und Oberflächenqualität.

Die Auswahl hängt vom Beschichtungsstoff, seiner Viskosität, der Werkstückgeometrie und der gewünschten Oberflächenqualität ab. Ebenso wichtig sind Schichtdicke, Materialdurchsatz, Stückzahlen und die vorhandene Druckluft- und Materialversorgung.

Konventionelle Druckluft- und HVLP-Verfahren kommen für feine Oberflächen infrage. Luftunterstütztes Airless-Lackieren verbindet eine feine Zerstäubung mit leistungsfähiger Materialförderung. Airless eignet sich besonders für größere Flächen und hohe Materialdurchsätze. Die Eignung muss jedoch für die konkrete Anwendung geprüft werden.

Für unsere Beratung sind das technische Datenblatt des Beschichtungsstoffs, Angaben zum Werkstück und Ihre Anforderungen an Oberfläche und Leistung hilfreich. Auf dieser Grundlage stimmen wir Verfahren, Spritzpistole, Düse und Materialversorgung aufeinander ab.

Mehrkomponenten-Beschichtungsstoffe bestehen aus getrennten Komponenten, beispielsweise Stammlack und Härter. Diese müssen nach den Vorgaben des Materialherstellers im richtigen Verhältnis dosiert und homogen gemischt werden. Anschließend steht nur eine begrenzte Verarbeitungszeit zur Verfügung – die sogenannte Topfzeit.

Je nach Material, Verbrauch und Produktionsablauf kommt eine Verarbeitung vorgemischter Mengen oder eine geeignete Dosier- und Mischanlage infrage. Solche Anlagen führen die Komponenten getrennt zu und mischen sie bedarfsgerecht. Je nach Ausführung überwachen sie auch Mischungsverhältnis und Topfzeit.

Die Mehrkomponenten-Technik betrifft die Materialaufbereitung. Für den anschließenden Auftrag können unterschiedliche Lackierverfahren eingesetzt werden. Wir stimmen Materialversorgung, Dosierung, Mischung, Applikation und Spülabläufe auf Ihren Prozess ab.

Bei der elektrostatischen Nasslackierung werden die Lacktröpfchen elektrisch aufgeladen und vom geerdeten Werkstück angezogen. Dadurch kann mehr Beschichtungsstoff auf das Bauteil gelangen und weniger Material als Spritznebel verloren gehen.

Das Verfahren eignet sich besonders für elektrisch leitfähige Werkstücke, beispielsweise Metallbauteile. Wie gut es funktioniert, hängt unter anderem von der Werkstückgeometrie, der Erdung und den elektrischen Eigenschaften des Beschichtungsstoffs ab.

Elektrostatik ergänzt die jeweilige Zerstäubungstechnik. Für wasser- und lösemittelbasierte Lacke sind passend ausgelegte Systeme erforderlich. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und Abstimmung von Applikation, Materialversorgung und Anlagentechnik.

Lackiertechnik, abgestimmt auf Ihren Prozess

Eine passende Lackierlösung beginnt bei Ihrer Anwendung. Wir berücksichtigen den Beschichtungsstoff, seine Viskosität, die benötigte Materialmenge, das Werkstück und die gewünschte Oberflächenqualität. Bei Mehrkomponenten-Systemen beziehen wir auch Mischungsverhältnis, Topfzeit sowie Spül- und Reinigungsabläufe ein.

Dafür wählen wir geeignete Produkte von ARO, Sames und weiteren Herstellern aus und stimmen Materialversorgung, Pumpentechnik und Applikation aufeinander ab. Unsere Erfahrung in der Lackiertechnik verbindet die Auswahl einzelner Komponenten mit dem Blick auf Ihren gesamten Prozess.

Service für Lackiergeräte und Anlagen

Auch nach der Anschaffung sind wir für Sie da: Wir bieten Wartung, Reparatur und technische Unterstützung für Lackiergeräte, Materialversorgungssysteme und Mehrkomponenten-Anlagen. Bei bestehenden Anlagen unterstützen wir Sie bei der Fehlersuche, der Auswahl passender Ersatzteile sowie bei Anpassungen und Optimierungen. Den möglichen Serviceumfang klären wir anhand von Hersteller, Gerätetyp und Anlagenzustand.

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